Ben P.
Individueller Förderplan
Ausgangssituation
Ben erscheint regelmäßig unpünktlich oder unentschuldigt (Fehlquote ca. 35 %). In Konfliktsituationen reagiert er verbal aggressiv, was in zwei Praktika zu vorzeitigen Abbrüchen geführt hat. Gleichzeitig hat er ausgeprägte handwerkliche Stärken und ist in ruhigen Arbeitsphasen konzentriert und leistungsfähig. Das familiäre Umfeld ist belastet; die Eltern sind wenig in die Schule eingebunden.
Förderziele
Fehlquote auf unter 10 % senken; Pünktlichkeit als Grundpflicht verankern
Konfliktsituationen verbal deeskalierend und konstruktiv bewältigen
4-wöchiges Praktikum vollständig und erfolgreich abschließen
Fördermaßnahmen
- Wochengespräch (15 Min., montags) zu Planung, Reflexion und Wochenzielen
- Soziales Kompetenztraining in der Klasse (2× monatlich, alle SuS)
- Abstimmung mit Schulsozialpädagogin Frau Müller; ggf. Jugendhilfe einbinden
- Praktikum in handwerklichem Betrieb mit engmaschiger Begleitung
- Tagesreflexionskarte: kurze Selbsteinschätzung am Ende jedes Schultages
Zeitraum & Verantwortlichkeit
Zeitraum: Oktober 2025 – Dezember 2025
Verantwortlich: Max Mustermann, Schulsozialpädagogin Frau Müller
Elternkontakt: Gespräch Oktober 2025; weiterer Termin Dezember 2025
Differenziertes Ergebnis
Überprüfungszeitpunkt: 19. Dezember 2025
Ziel 1 – Fehlquote unter 10 % / Pünktlichkeit
Teilweise erreicht55 % – Fehlquote auf ca. 18 % gesunken – spürbare Verbesserung, Ziel aber noch nicht erreicht. Hintergründe liegen teils in familiären Belastungen.
Ziel 2 – Konstruktives Konfliktverhalten
Teilweise erreicht75 % – Deutliche Verbesserung; kaum noch eskalierende Situationen. Ben nutzt erlernte Strategien teilweise aktiv.
Ziel 3 – Praktikum erfolgreich abschließen
Erreicht100 % – 4-wöchiges Praktikum in Metallwerkstatt vollständig abgeschlossen; Zeugnis ausgesprochen positiv mit Lob für handwerkliche Sorgfalt.
Gesamteinschätzung
Gemischte Ergebnisse – aber das erfolgreiche Praktikum ist ein wichtiger Motivationsanker. Ben hat gezeigt, dass er in einer strukturierten, handwerklichen Umgebung sehr gute Leistungen erbringt. Die Pünktlichkeitsproblematik ist mit familiären Belastungen verknüpft und erfordert weitergehende sozialpädagogische Begleitung.
Empfehlungen & weiteres Vorgehen
- Sozialpädagogische Unterstützung intensivieren; ggf. Jugendhilfe einbeziehen
- Bewerbungen für handwerkliche Ausbildungen (Metall, Sanitär, KFZ) forcieren
- Förderplan im nächsten Halbjahr fortführen mit identischen Schwerpunkten
- Praktikumszeugnis als positiven Beleg in Bewerbungsmappe nutzen